Bodenbeläge gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen im Handel zu kaufen. So stellt zum Beispiel der klassische Teppichboden eine von vielen Alternativen zu den beliebten Parkett- oder Laminatböden dar, um den Boden eines Zimmers wohnlich zu gestalten. Dabei besitzt jeder Bodenbelag seine ganz eigenen Eigenschaften und damit auch Vor- und Nachteile, die wir uns hier etwas näher anschauen möchten.
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Laminat oder Parkett?
Eine sehr beliebte Variante ist inzwischen, den Boden mit Laminat oder Parkett zu belegen. Ein Laminatboden besteht in der Regel aus hellem Kunststoff, wobei die Oberfläche meist eine Holzstruktur imitiert, weshalb sich gut gemachte Laminatböden auf den ersten Blick kaum von einem echten Holzparkettboden unterscheiden. Laminatböden sind dabei meist billiger und auch pflegeleichter als Parkett. Zudem lassen sich Laminatböden auch vom Nichtfachmann in der Regel problemlos verlegen.
Wer auf ein exklusives Ambiente sehr viel Wert legt, der sollte sich hingegen für einen Parkettboden entscheiden. Diese Bodenbeläge bestehen aus massivem Holz und sind in verschiedenen Legemustern erhältlich. Am teuersten und edelsten sind Parkettböden aus Eichenholz. Allerdings darf man einen Parkettboden nicht nass wischen und muss ihn je nach Beanspruchung etwa alle sechs Jahre abschleifen und erneut versiegeln.
Vorteile von Teppichen
Teppiche können entweder den gesamten Boden bedecken oder aber auch nur einen Teil davon. Sehr beliebt ist zum Beispiel auch die Kombination eines Parkett- oder Laminatbodens mit einem Teppich, der bestimmte Bereiche des Raums mehr oder weniger großflächig bedeckt. Ein solcher Teppich macht nicht nur aus optischen Gründen Sinn, er schützt darüber hinaus empfindliche Bodenbeläge insbesondere an den Stellen, die durch ein häufiges Betreten oder durch schwere Möbel extrem strapaziert werden.
Teppiche gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Farben und aus verschiedenen Materialien. So passen Fleckerlteppiche, die sich aus Stoffteilen zumeist verschiedener Farben zusammensetzen, zum Beispiel sehr gut in ein Kinderzimmer, während sich Orientteppiche in einem rustikal eingerichteten Wohnzimmer sehr gut machen. Darüber hinaus sind auch Bodenbeläge aus einem einfarbigen Teppichboden sehr populär. Ein solcher Teppich ist im Idealfall farblich perfekt auf das Mobiliar abgestimmt.
Generell gilt: Ein kurzfaseriger Teppichboden erweist sich als sehr viel pflegeleichter als ein langfaseriger. Langfaserige Teppiche werden in Form eines Läufers häufig im Badezimmerbereich oder im Schlafzimmer verwendet.
Fliesen für Bad und Küche
Während die Böden der Wohnzimmer, Kinderzimmer und Schlafzimmer gewöhnlich mit Belägen aus Holz oder Textil versehen werden, ist im Bereich des Badezimmers und in der Küche das Verlegen von Fliesen obligatorisch. Das geschieht weniger aus optischen, sondern vielmehr aus rein funktionalen Gründen, denn die Fliesen schützen den Boden und die Wände vor der eindringenden Nässe. Darüber hinaus kann ein Fliesenboden auch optisch sehr reizvoll sein.
Ähnlich wie bei Teppichböden und Parkett bzw. Laminat hält der Handel auch bei Fliesen eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Formen und Farben bereit. So gibt es Fliesen, die einfarbig oder auch mehrfarbig gemustert sind, Fliesen ohne jegliche Musterung sowie solche mit Motiven. Oftmals macht auch der Kontrast den besonderen Reiz aus: Ein einfarbiger gefliester Boden mit einer farblich abweichenden Wandbefliesung beispielsweise schafft eine extravagante Atmosphäre. Auch verschiedene Fliesengrößen und Oberflächen werden heute oft miteinander kombiniert.
Fazit
Ob Laminat, Parkett, Teppich oder Fliesen – am Ende entscheidet weniger der „Trend“, sondern vor allem, was zu deinem Alltag und zum jeweiligen Raum passt. Genau darin liegt auch der Reiz: Bodenbeläge können einen Raum komplett verändern, ihn wärmer, ruhiger, eleganter oder praktischer wirken lassen. Wer sich vorher kurz klar macht, wie stark ein Raum genutzt wird, wie viel Pflege man wirklich betreiben möchte und welches Wohngefühl entstehen soll, trifft meist schnell die richtige Wahl.
Laminat ist für viele eine unkomplizierte Lösung: Es sieht je nach Qualität erstaunlich nah an Holz aus, ist pflegeleicht und lässt sich oft auch ohne Profi verlegen. Parkett dagegen spielt in einer anderen Liga, wenn es um Ausstrahlung und Wertigkeit geht. Echtes Holz wirkt einfach lebendig und hochwertig – verlangt aber auch mehr Aufmerksamkeit, etwa beim Reinigen und bei der regelmäßigen Auffrischung der Oberfläche. Teppiche wiederum bringen Behaglichkeit und Struktur ins Zimmer, können Bereiche optisch verbinden oder trennen und schützen empfindliche Stellen, wo viel gelaufen wird oder schwere Möbel stehen. Gleichzeitig lohnt es sich, auf die Faserlänge zu achten: Kurzflor ist meist deutlich entspannter in der Reinigung, während Langflor eher auf gemütliche Wirkung setzt und dafür etwas mehr Pflege braucht.
In Küche und Bad sind Fliesen aus gutem Grund so verbreitet: Sie sind robust, wasserfest und halten viel aus. Und längst sind sie nicht mehr nur „zweckmäßig“ – mit Farben, Formaten, Mustern und cleveren Kombinationen lassen sich richtig schöne Akzente setzen, von schlicht-modern bis auffällig und kontrastreich.
Unterm Strich: Der beste Boden ist der, der deinen Räumen gerecht wird – optisch und praktisch. Wer Materialien und Eigenschaften sinnvoll kombiniert, bekommt nicht nur ein stimmiges Gesamtbild, sondern auch einen Boden, der sich im Alltag bewährt und lange Freude macht.

