Individuelle Wand- und Deckenlösungen mit Trockenbau

20. April 2026

In früheren Zeiten waren die Vorstellungen von einer passenden Haus- bzw. Wohnungsaufteilung oft etwas anders als heute. Wer eine Immobilie erbt oder kauft und dann für sich nutzen möchte, liebäugelt daher häufig damit, einzelne Wände zu versetzen bzw. neu einzuziehen. Sollen diese allerdings klassisch gemauert werden, ist das mit einem großen Aufwand und entsprechend hohen Kosten verbunden. Zum Glück gibt es die Trockenbauwand als Alternative. Und auch Decken kann man ganz einfach verändern, indem man abgehängte Versionen verwendet. Beide Fälle wollen wir hier etwas näher beleuchten.

Inhalt

Was ist eine Trockenbauwand?

Eine Trockenbauwand besteht nicht aus gemauerten Steinen oder einer Betonkonstruktion. Stattdessen verwendet man hier eine Unterkonstruktion aus vorgefertigten Metallprofilen oder alternativ eine einfache Holzständerkonstruktion als tragendes Gerüst. Diese Profile aus Metall oder Holz werden dann mit einer Beplankung aus Gipskartonplatten versehen, die im Inneren je nach Wandstärke mit einer Dämmung aus Glaswolle ergänzt werden kann. Die Wand kann nach der Fertigstellung ganz einfach tapeziert oder verputzt werden und unterscheidet sich dann optisch nicht von einer klassischen gemauerten Wand.

Vorteile von Trockenbauwänden

Trockenbauwände lassen sich in vielen Bereichen einsetzen, neben dem klassischen Wohnbereich auch in Nassräumen und hoch beanspruchten Räumen. Sie sind sehr belastungsfähig und können mittlerweile auch in Form von Brandschutzwänden eingesetzt werden – passende Materialien vorausgesetzt.

Der größte Vorteil besteht darin, dass sich Trockenbauwände leicht und schnell aufstellen lassen. Sie müssen nicht wie klassische Wände gemauert werden, was Material, Arbeitszeit und große Verschmutzung erspart. Somit stellen Trockenbauwände eine echte Alternative zu gemauerten Wänden dar. Eine Trockenbauwand kann im Anschluss dekorativ verkleidet werden, sei es im Nassraum mit Fliesen oder im Wohnbereich mit dekorativen Edelputzen, Tapeten etc.

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Was benötigt man zum Bau einer Trockenbauwand?

Um eine Trockenbauwand zu stellen, sollte man folgende Dinge und Arbeitsschritte beachten:

  1. Der erste Schritt besteht darin, einen entsprechenden Bauplan zu erstellen. Dieser legt fest, wie die Wand verlaufen soll, welche Einbauteile wie Steckdosen oder Lichtschalter in der Wand vorhanden sein sollen und ob zum Beispiel Zuläufe oder Abläufe in Küchen bzw. Nassräumen nötig sind.
  2. Jetzt können die entsprechenden Materialen bereitgestellt werden. Hierzu zählen Gipskartonplatten, Bauelemente für Dach und Wand (Rahmenprofile, Ständerprofile, Sturzprofile, Aussteifungsprofile etc.), Dichtungsband, Acryl, Fugenspachtel, Dämmplatten, Schrauben und Dübel sowie Schnellbauschrauben und bei Bedarf die entsprechenden Einbauteile wie Elektrokabel, Steckdosen, Lichtschalter. Auch Kunststoffrohre als Ablauf etc. müssen bei entsprechender Auslegung besorgt werden.
  3. Die passenden Werkzeuge für das einfache Stellen einer Trockenbauwand dürfen natürlich auch nicht fehlen. Als Grundausstattung benötigt man: Metallsäge, Wasserwaage, Klingenmesser, Gliedermaßstab, Richtlatte, Hammer, Kanthobel, Bohrmaschine sowie Bohrer, Akkuschrauber, Spachtel, Eimer und Rührquirl und eine Silikonspritze.

Bitte beachten: Ein Stromanschluss muss in erreichbarer Nähe vorhanden sein, es sei denn, sämtliche Elektrowerkzeugen stehen in Form von Akkugeräte bereit.

Ebenfalls ein Trockenbau-Klassiker: Die abgehängte Decke

Neben Wänden gehören die Decken in Wohnungen und Häusern zu den Elementen, die am häufigsten verändert werden sollen. Auch hier gibt es eine einfache und kostengünstige Lösung als Alternative zu Eingriffen in die Statik des Gebäudes, die immer mit hohem Aufwand einhergehen. Die Rede ist von der abgehängten Decke.

Doch was ist das überhaupt? Abgehängte Decken sind Trockenbaukonstruktionen, die unterhalb der vorhandenen Decke in zweiter Ebene montiert werden. Durch eine abgehängte Decke lassen sich verschiedene Dinge wie Schallschutz und Wärmedämmung verbessern. Auch kann man bei Wohnungen mit großer Raumhöhe  das Volumen des Raumes verkleinern und somit Heizkosten einsparen. Zudem ist es möglich, moderne Lichtsysteme wie Spots o. ä. in eine abgehängte Decke zu integrieren.

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Es gibt verschiedene Systeme, mit denen man eine angehängte Decke montieren kann. Der Klassiker ist eine Unterkonstruktion mit Holz- oder Metallprofilen, auf die dann spezielle Decken- bzw. Trockenbauplatten montiert werden. Geübte Heimwerker können eine solche Decke selbst anbringen, alternativ lässt sich ein Trockenbauspezialist damit beauftragen.

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